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Wundrose

Was ist eine Wundrose?

Bei der Wundrose, auch Erysipel genannt, handelt es sich um eine bakterielle Hautinfektion. Auslöser sind Bakterien, welche durch kleine Verletzungen auf der Haut in tiefere Hautschichten eindringen. Wird mit der Behandlung durch einen Hautarzt oder eine Hautärztin frühzeitig begonnen, ist die Verletzung gut in den Griff zu bekommen. Manche Menschen weisen ein erhöhtes Risiko auf, an einem Erysipel zu erkranken. Dies sind vor allem Menschen mit Lymphstau, Diabetes oder einer Störung der Hautbarriere. 

Welche Ursachen hat sie?

Unsere Haut ist wie ein Schutzschild. Sie ist von einer Vielzahl von bestimmten Hefepilzen und Bakterien besiedelt, welche zu unserer natürlichen Hautflora gehören. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt oder die Haut verletzt, können Bakterien ungehindert eindringen und sich vermehren. Dies geschieht z.B. bei Fußpilz oder Insektenstichen, durch Splitter oder andere offene Wunden. 

Wodurch wird sie ausgelöst?

Sie wird am häufigsten durch Streptokokken hervorgerufen. Kommt es zu einer Hautverletzung, beispielsweise durch einen Kratzer, rissige Haut, einen Schnitt oder eine Schürfwunde und ist das Immunsystem geschwächt, können die Bakterien in die Haut eindringen. Sie breiten sich anschließend über die Lymphwege und Zellzwischenräume aus und vermehren sich. Es kommt zu einer Entzündung und die Wundrose entsteht.  

Doch auch wenn Bakterien in die oberste Hautschicht eindringen, kommt es nicht zwangsläufig zu einer Entzündung. In den meisten Fällen werden eindringende Bakterien vom Immunsystem eliminiert. Neben einem intakten Immunsystem ist auch eine ungestörte Blutversorgung der Haut und des Gewebes wichtig für die Bekämpfung von Bakterien. 

Was sind die Symptome?

Die Wundrose äußert sich durch eine starke Rötung, welche zu einer Schwellung des betroffenen Areals führt. Die betroffene Fläche ist meist scharf begrenzt. Neben Rötung und Schwellung sind typische Anzeichen Überwärmung, Schwellung der Lymphknoten und Druckschmerz. 

Es können auch allgemeine Krankheitssymptome hinzukommen oder sich bereits am Anfang der Krankheit zeigen. Dazu zählen Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Auch wenn meistens die Unterschenkel oder das Gesicht befallen sind, kann sie theoretisch an jeder Körperstelle auftreten. Kommt die Hautkrankheit im Gesicht vor, spricht man von Gesichtsrose (auch: Rosazea). 

Welche Hautregionen sind betroffen?

Sie kann am gesamten Körper entstehen, häufig kommt sie jedoch an den Unterschenkeln oder im Gesicht vor. 

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Wie wird sie behandelt?

Wird rechtzeitig mit der Behandlung begonnen und nimmt die Krankheit keinen schweren Verlauf und heilt in der Regel vollständig aus. Bei manchen Betroffenen entwickeln sich an der gleichen Stelle immer wieder Symptome. Dies nennt man ein chronisch-rezidivierendes Erysipel.

Es entsteht meist dadurch, dass die Eintrittspforten der Bakterien weiterhin bestehen. Das ist zum Beispiel bei Rissen an den Füßen, verursacht durch Fußpilz, oder bei Durchblutungsproblemen der Fall. Es ist sehr wichtig, ein chronisch-rezidivierendes Erysipel zu behandeln, denn die Krankheit kann auf die Lunge, die Nieren oder das Herz übergehen.  

Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von Antibiotika, da es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit handelt. Das Antibiotikum kann als Tablette oder Infusion verabreicht werden. Zusätzlich werden feuchte und antiseptische Umschläge eingesetzt, welche schmerzlindernd und abschwellend wirken. Des Weiteren sollte die Eintrittspforte behandelt werden, damit es zu keiner erneuten Infektion kommt.  

Je nach Schweregrad der Hautkrankheit kann der Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig sein. In jedem Fall sollte das betroffene Körperteil ruhiggestellt und hochgelagert werden, um ideale Voraussetzungen für die Heilung zu schaffen.  

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